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Pferderasse: Morgan Horse

Pferderasse: Morgan Horse

Foto von raventestingsupply von pixabay.com

Ähnlich wie beim Furioso lässt sich die Rasse auf nur einen einzigen Hengst zurückführen. Dieses Pferd hieß ursprünglich Figure, wurde aber nach seinem Besitzer, einem armen Lehrer oder Pfarrer, der im 18. Jahrhundert West Springfield Massachusetts wohnte, nur als das »Pferd von Justin Morgan« bekannt.

Trotz seiner geringen Größe nahm er an Holztransport-Wettbewerben teil, verlor angeblich dabei niemals, und bewegte Lasten, die Pferde von einem Gewicht von elf Zentnern nicht schaffen konnten. Er arbeitete vor dem Pflug, vor dem Wagen und leistete auch die schwere Arbeit des Felsen- und Baumstammtransports über unwegsames Gelände.

Außerdem nahm Figure an vielen Rennen teil. Er lief meistens die Distanz von einer Viertelmeile (440 m) und ist auch hier angeblich nie geschlagen worden, weder unter dem Sattel noch im Geschirr.

Die Nachkommen von Figure

Alle seine Nachkommen zeigten die gleichen bemerkenswerten Eigenschaften wie er: Kraft, Schnelligkeit, Ausdauer und einen angenehmen Charakter.
Über seine Herkunft weiß man nichts Genaues. Einige behaupten, er sei ein Hengst aus holländischer Zucht gewesen, andere glauben, er stamme von einem Vollbluthengst namens True Briton ab. Manchmal hört man auch, er sei ein Cob gewesen, vor allem deshalb, weil sein Name in der Cob-Zucht häufig vorkommt.

Die Pferderasse Morgan Horse heute

Die heutigen Morgan-Pferde sind genau wie ihre Vorfahren erstaunlich vielseitig, gehen hervorragend unter dem Sattel und ebenso gut vor dem Wagen. Ihre Eleganz, ihr Adel und ihre Aufrichtung machen aus ihnen ideale Reit- und Fahrpferde. Im Distanzsport stellen sie bezüglich Ausdauer und Härte die größte Konkurrenz der Araber dar. Aber auch im Spring- und Vielseitigkeitssport sind sie vertreten. Bei den Olympischen Spielen 1948 in London gewann das Morgan-Pferd Arete sogar eine Goldmedaille.

Man unterscheidet 2 Rassetypen – das Park Horse und das Pleasure Horse. Im Prinzip sind sie sich sehr ähnlich, doch entwickelte das Park Horse (so genannt, weil es ursprünglich vornehmlich in den Parks der Südstaaten Amerikas geritten wurde) eine große Knieaktion im Trab. Das Pferd zeigt viel Bewegung und Aufrichtung.

Morgan Horse: Das Wichtigste im Detail

Größe: zwischen 143 und 153 cm Stockmaß.

Farbe: Braune, Rappen, gelegentlich Füchse. Schimmel und Schecken kommen nicht vor.

Kopf: mittelgroß, trocken, mit schönem Profil von den Wangen bis zum Maul. Das Nasenprofil ist gerade oder gebogen, jedoch nie ramsnasig. Das Maul ist mittelgroß, die Lippen fest, die Nüstern groß. Die Ohren sind eher klein und stehen weit auseinander, die Augen sind groß klar und freundlich.

Hals: Hochangesetzt mit klarer Kehllinie; Ausgeprägter Mähnenkamm mit üppigem Behang. Klare Kehllinie.

Schultern: lang, schräg, sanft übergehend in einen ausgeprägten, aber nicht zu hohen Widerrist.

Gebäude: viel Gurtentiefe. Kurzer, breiter, muskulöser Rücken. Breite Lenden und muskulöse, geschlossene Kruppe. Mittelhand groß und ziemlich rund. Kräftige Hinterhand.

Gliedmaßen: kurze, gerade, gut auseinander stehende Vorderbeine. Ober- und Unterschenkel muskulös mit kurzen, flachen Röhrbeinen. Fesseln klar und kräftig, von mittlerer Länge, Neigung entsprechend der Schulterschräge. Hufe von mittlerer Größe, fast ganz rund. Breite, trockene Gelenke.

Aktion: flacher, elastischer, schneller Schritt mit viel Raumgriff. Der Trab muß aufrecht, frei, versammelt und ausbalanciert sein; der Galopp sanft, leichtfüßig, versammelt und auf jeder Hand gleichermaßen gut. Bei Park Horse-Typen sehr hohe Knieaktion.