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Pferdekrankheit: Druse

 

Sicher haben Sie bereits von dieser Krankheit gehört. Druse gehört zu den hochansteckenden Infektionskrankheiten in der Pferdewelt und ist bei allen Pferdebesitzern groß gefürchtet. Doch was genau ist Druse und wie wird sie behandelt?

Tierarzt mit Pferd

Ursache

Bei Druse schwellen die Lymphknoten am Kopf des Pferdes zu großen und schmerzhaften Beulen an. Schuld sind Bakterien. Betroffen davon sind die Nüstern, der Rachen und die Luftsäcke der Tiere, was zu Atembeschwerden führt. Die Krankheit wird durch Tröpfchen übertragen – etwa, wenn ein Pferd ein anderes anschnaubt oder niest.

Die Bakterien überleben an Händen, Kleidung und im Stall. Vor allem da, wo viele Pferde auf engem Raum stehen, kommt es häufiger zu Ansteckungen. Gefährdet sind vor allem Pferde unter sechs Jahren. Man kann Druse also als Kinderkrankheit bezeichnen. Bei starken Stress, unhygienischer Haltung oder bei schwachem Immunsystem haben die Erreger es besonders einfach, ihren Wirt zu infizieren.

Symptome

Druse wird meist spät bemerkt, denn erst ca. zehn  Tage nach der Ansteckung kommt es zu Symptomen. Die Pferde bekommen Fieber. Ein paar Tage später bilden sich dann eitrige Abszesse am Kopf.  Diese Platzen nach ca. drei Wochen auf und heilen dann ab. Bei vielen Pferden verläuft die Druse recht mild und kann gut behandelt werden. Wieder andere Tiere trifft es schwerer. Die angeschwollenen Lymphknoten können besonders bei Fohlen zu Atemnot führen. Gefährlich wird die Druse dann wenn sie zu wandern beginnt und die Entzündungen sich in Lunge oder Darm festsetzen. Dann besteht Lebensgefahr für das Pferd.

Tieraerztin mit Pferd

Therapie

Ist ein Fall bekannt, wird das betroffene Tier sofort isoliert, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Um die Druse zu bekämpfen wird mit unterschiedlichen Medikamenten gearbeitet. Die Abszesse werden zudem mit Wärme behandelt, damit sie schneller reifen und sich öffnen. Das passiert durch eine Infrarotlampe oder der Behandlung mit diversen Salben.

Bei der Fütterung wird der Tierarzt zu weichem Mash raten, um das Schlucken zu erleichtern. Außerdem sollten die Patienten stets vom Boden gefüttert werden, um den Eiter über die Nüstern abfließen zu lassen.

Bei erfolgreicher Behandlung ist die Druse nach zwei bis drei Wochen kuriert. Allerdings sollten die Pferde nochmals zwei Wochen isoliert bleiben – denn auch ein geheiltes Pferd kann in diesem Zeitraum Bakterien ausscheiden und damit den restlichen Bestand anstecken.

Vorbeugung

Die Vorbeugung von Druse ist schwierig, jedoch hilft Hygiene im Stall und eine gute Immunisierung der Pferde bereits zu einem großen Teil. Dazu gehört auch regelmäßiges Impfen.