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Pferdefutter selbst anmischen – so geht es richtig!

 

Die Ernährung des Pferdes trägt einen großen Teil zu der Gesunderhaltung und damit einem langen und vitalen Leben bei. Wie auch bei uns selbst wollen wir das perfekte, auf das Pferd abgestimmte Futter sicherstellen. Aber gibt es das?

Viele Pferdebesitzer sehen von bereits fertigem Futter ab, denn in diesen steckt viel Zucker und Zusatzstoffe, die im Pferd nichts zu suchen haben. Eine schöne und dauerhafte Alternative ist das selbst Mischen des Futters. Ihnen scheint das zu kompliziert? Das ist es nicht, wenn man ein paar Aspekte beachtet. Das Futter sollte nach vier wichtigen Punkten Ausgelegt werden:

  • Verdauung
  • Energie
  • Mineralversorgung
  • Verwertung

Wenn Sie diese vier Säulen beachten und die dazu gehörigen Bestandteile verstehen, können Sie das Futter ganz individuell auf Ihr Pferd anpassen und an jedem der Komponenten drehen – je nach aktuellem Bedarf.

 

Verdauung

Der wichtigste Posten steht für den Verdauungsapparat des Pferdes. Um diesem reibungslos laufen zu lassen, benötigt es Kaumaterial. Besonders gut eignen sich Luzerne.  Sie liefert die nötigen Rohfasern und ist ein geeigneter Proteinlieferant. Am besten eignen sich Luzerne in gehäckselter Form. Hier hat das Pferd besonders viel zu kauen und kann damit den Magen in Schwung halten. Luzerne sollten immer den größten Teil der Ration ausmachen.

Pferdefutter-Luzerne

Proteinlieferant Luzerne

Energie

Ohne Sprit kein fahrendes Auto. So ähnliches läuft es bei den Pferden auch. Um zu arbeiten und Leistungen zu erbringen wird eine zuverlässige Energiezufuhr benötigt. Hier haben Sie verschiedene Getreidesorten zur Auswahl. Das bekannteste ist Hafer.

Allerdings liefert dieser sehr viel Energie auf einmal, wodurch manche Pferde temperamentvoller reagieren. Eine gute Alternative ist Gerste oder auch Reiskleie. Sie sind gesunde Lieferanten für Energie und Protein und geben dem Pferd die nötige Power. Die richtige Menge richtet sich nach Gefühl und der Optik des Pferdes. Ist es zu dünn, darf gern mehr gefüttert werden. Sollte das Pferd zu dick werden, können Sie die Menge einfach reduzieren.

 

Mineralversorgung

Genauso wichtig wie Energie ist die ausreichende Versorgung mit Mineralien und Vitaminen. Ohne sie läuft gar nichts im Pferd. Am besten eignet sich ein hochwertiges Mineralfutter in Pelletform. Sollte Ihr Pferd mehr benötigen, bietet der Markt eine Bandbreite an Ergänzungsfuttermitteln in Pellet- oder Pulverform. Hier ist vor allem auf gute Qualität zu achten.

Füttern Sie Mineralfutter und andere Ergänzungsfuttermittel immer nach Packungsanweisung.  Ein jährliches großes Blutbild klärt außerdem auf, wo ein eventueller Mangel besteht. So kann dieser ausgeglichen werden.

Pferdefutter-Pellets

Pelletfutter

Verwertung

Das beste Futter nutzt nichts ohne das korrekte Teamwork der Komponenten. Öl sollte stets Bestandteil der Fütterung sein. Es lässt die Vitamine und Mineralien aktiv werden und schützt und pflegt außerdem die Magenschleimhaut. Besonders beliebt ist Leinöl – das sorgt nebenher auch noch für glänzendes Fell und eine gesunde haut. Der Markt bietet jedoch einige Ölsorten für die unterschiedlichsten Einsatzgebiete an.

Wie starten Sie? Zu Anfang können Sie sich mit einer Menge nach Gefühl herantasten. Starten Sie beispielsweise mit 400 Gramm Luzernen und 200 Gramm Getreide am Tag. Nach und nach werden Sie merken, von welchem Komponenten Ihr  Pferd mehr oder weniger benötigt.

 

Zusatztipp

Nach Bedarf und Saison können Sie Ihr Futter auch aufpeppen – Kräuter für das Immunsystem, Leinsamen als Hilfe im Fellwechsel oder Hagebutten als Vitamin C-Bombe. Werden Sie kreativ!