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Richtig Anweiden

 

Sobald die Temperaturen wärmer werden und das Gras spriest beginnt sie – die sehnsüchtig erwartete Weidesaison. Die Pferde standen den ganzen Winter auf dem Paddock und es gab kein saftiges Grün. Das ändert sich nun wieder. Was Sie beim korrekten Anweiden unbedingt beachten müssen, erfahren Sie hier.

Anweiden

Das ist beim Anweiden zu beachten

Nach dem langen Winter darf das Pferd auf keinen Fall ruckartig wieder auf die Weiden entlassen werden. Der empfindliche Magen muss sich erst wieder auf das Gras einstellen. Andernfalls drohen Krankheiten wie Koliken oder Hufrehe. Das Anweiden nimmt etwas Zeit in Anspruch, lohnt sich aber allemal und trägt zu einem gesunden Pferdeleben bei.

 

Die Vorbereitung

Es gibt unterschiedliche Wege, um das Pferd auf die Koppel vorzubereiten. Wichtig ist die schrittweise Gewöhnung an das Frühlingsgras. Es enthält besonders viel Fruktan. Hierbei kommt es auch auf das Wetter und die Länge des Grases an. Kurzes, frisches Gras enthält mehr Fruktan, als langes und dunkles Gras. Dementsprechend sollten Sie auch das Anweiden planen. Frische Weiden sollten achtsamer angespielt werden.

 

Die Dauer des Anweidens

Das richtige Anweiden streckt sich über mehrere Wochen. Die ersten Tage können Sie das Pferd 10 bis 15 Minuten am Strick Grasen lassen – dann muss auch schon wieder Schluss sein. Eine langsame Steigerung ist ratsam. Die ersten drei Tage können Sie Ihr Pferd etwa 15 Minuten grasen lassen. Die nächsten drei Tage steigern Sie sich auf 30 Minuten, dann auf 45 Minuten und so weiter. Nach Drei Wochen können Sie Ihr Pferd bedenkenlos drei bis vier Stunden am Stück auf der Weide lassen.

Pferde anweiden

Wichtig beim Anweiden

Besonders wichtig ist hier die Konsequenz. Sollten Sie mehrere Tage pausieren müssen, etwa aufgrund schlechten Wetters müssen Sie von vorne starten. Kraftfutter sollte nicht unmittelbar vor oder nach dem Weidegang gereicht werden, um den Magen nicht zu überfordern. Achten Sie darauf, dass Ihr Pferd genügen Heu zur Verfügung hat und auch stets frisches Wasser bereit steht.

 

Mit diesen Hinweisen und etwas Gefühl wird das Anweiden problemlos überstanden. Sollten Sie Anzeichen von Magenproblemen erkennen, rufen Sie Ihren Tierarzt und finden Sie gemeinsam die Ursache. Schon bald können Pferd und Reiter dann wieder die Weidesaison genießen!