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Pferde Tipps & Tricks

Der Umgang mit Pferden ist vor allem für Anfänger nicht leicht. Das liegt nicht zuletzt am komplexen Wesen der Tiere, aber auch an den vielfältigen Krankheiten und Leiden, die Pferden zusetzen können. Der Alltag mit einem Pferd ist nicht nur strapaziös, sondern kann schnell auf sehr teuer werden. Einige Dinge können jedoch durch Hausmittel ersetzt werden und für den Umgang mit einem scheuen oder schreckhaften Pferd gibt es einfache Mittel und Wege. Auch Rezepte für eigene Pferdeleckerlies sind sehr beliebt! Wir haben zwei hervorragende Rezepte zum Pferdeleckerlie selber backen gefunden.

Hier auf dieser Seite stellt unsere Redaktion die wichtigsten Tipps und Tricks im Umgang mit Pferden vor. Von der Behandlung häufig auftretender Krankheiten und Leiden (zum Beispiel Koliken) über das Glanzspray selbst herstellen bis hin zu Tipps, wie das Pferd im Alltag weniger Angst und Stress hat – hier erfahren Einsteiger und Pferdeneulinge alles wichtige rund um das Pferd und dessen Haltung. Alle Tipps und Tricks stammen entweder von unserer Redaktion oder von erfahrenen Reiterinnen und Reitern.

Nützliche Pferde Tipps & Tricks unserer Redaktion


Gelbes Schweifende

Das Schweifende wird durch Schimmel gelb. Man bürstet den Schweif erst mit einer Wurzelbürste durch (bitte NICHT kämmen) Dann nimmt man eine andere Bürste, die man mit Babyöl versetzt (oder man massiert das Öl per Hand in den Schweif) und bürstet den Schweif damit wieder durch (vor allem die gelblichen Stellen). Danach nimmt man wieder die Wurzelbürste ohne Babyöl und bürstet das Öl wieder ein bissel aus. Das hilft, vor allem natürlich bei Haflingern (sehr heller Schweif).

Lebensdauer des Sattels erhöhen

Um die Lebensdauer des Sattels zu erhöhen sollte man ihn nicht in der Sonne liegen lassen, auch nicht dort trocknen lassen nach dem putzen. Die UV-Strahlung des Sonnenlichts greift das Leder an und macht es spröde und rissig.

Erste Hilfe bei Koliken und Darmverschlingung

Wenn das Pferd starke Koliken und eventuell auch eine Darmverschlingung hat, sollte so schnell wie möglich den Tierarzt gerufen werden. Das Pferd darf nicht liegen – immer hoch treiben und es muss in Bewegung bleiben. Gehen Sie am besten mit dem Pferd spazieren, auch wenns ihm schwer fällt. Einige gehen nicht freiwillig, dann unter Umständen etwas mit Gerte nachhelfen. Durch kontinuierliches Gehen kann eine Besserung erzielt werden; den Besuch des Tierarztes ersetzt dies allerdings nicht.

Brennnesseln als Allheilmittel beim Pferd

Die Brennnessel enthält Gerbstoffe, Mineralien, Vitamin A und C, Flavonoide, Eiweiß und gesättigte Fettsäuren. Sie wirkt adstringierend, blutbildend, blutreinigend, harn- und milchtreibend. Die Anwendung bewährt sich innerlich, wie auch äußerlich bei Anämie, Blutungen, Diabetes, Nasenbluten, Nesselsucht, Ödemen, Schuppenflechten, Rheuma, Magenbeschwerden und Durchfall. Die Brennnessel reinigt das Blut und stärkt die Leber. Besonders empfehlenswert bei Pferden die zu Hufrehe, Rheuma und Sommerekzemen neigen. Außerdem sorgt die Brennnessel für schönes, seidiges Fell.

Linderung bei einem Sommerekzem

Wenn das Pferd ein Sommerekzem hat, kann man zunächst eine Ekzemdecke benutzen. Diese schützt das Tier vor Fliegen und macht eine kontinuierliche Säuberung überflüssig. Auch eine Mischung aus Babyöl und Teebaumöl kann sinnvoll sein. Damit dann einfach das Pferd einreiben – das lindert auch den Juckreiz. Um Mücken abzuhalten, kann das Pferd außerdem hin und wieder mit Knoblauch gefüttert werden.

Glanzspray für Fell selber machen

Pferde wirken nur schön, wenn sie auch wirklich glänzendes Fell haben. Entsprechendes Glanzspray findet man im Internet und in jeder Tierhandlung. Dieses Spray kann man jedoch mit einigen Hausmitteln leicht selber herstellen. Wenn man Babyöl und Wasser einfach zusammen mischt und in eine Sprühflasche füllt, hat man sein eigenes Glanzspray ganz billig selbst herstellen. Sollte es mal nicht so gut sprühen, muss mehr Wasser dazu. Wenn man einmal täglich etwas Speiseöl übers Futter gibt, gibt das ebenfalls ein glänzendes Fell. Teebaumöl kann dem Spray ebenfalls beigemischt werden.

Angst überwinden beim Geländeausritt

Wenn dein Pferd nicht ins Gelände oder an einer bestimmten Stelle vorbeireiten will, sollte der Reiter oder die Reiterin absteigen (oder einfach nur mal spazieren gehen) und das Pferd daran vorbeiführen. Dabei sollte man sich der Geschwindigkeit des Pferdes anpassen, auch einmal stehen bleiben, dass das Pferd sieht, dass ihm nichts passiert, wenn es daran vorbeigeht. Dieser Vorgang sollte wiederholt werden, bis das Pferd merkt, dass es keine Scheu mehr zeigen muss.

Pferd die Angst vor dem Verladen nehmen

Pferde haben oft nicht nur irrationale Ängste vor unbekannten Dingen, sondern vor allem auch vom Verladen auf einen Pferdehänger. Dabei ist es problemlos möglich, diese Schwierigkeiten mit einem kleinen Trick zu überwinden. Mit dem Pferd gerade auf den Hänger oder das Hindernis zugehen, bis das Pferd nicht mehr weiter will und stehen bleibt. In dem Moment das Pferd ein paar Schritte rückwärts richten! Dann wieder vorwärts auf den Hänger zu, ein Stück weiter als vorher. Dann stehen bleiben und erneut rückwärts richten. Prozedur mehrmals wiederholen! Das Pferd läuft irgendwann von alleine vorwärts weiter.

Fliegen ohne Spray verscheuchen

Wenn man lästige Fliegen ohne viel Geld loswerden will, muss man seinem Pferd nur mit feuchten Babytüchern, die etwas schäumen, an den von Fliegen sehr beliebte Stellen übers Fell gehen. Dann setzen sich die Fliegen nicht mehr ins Fell. Aufpassen, dass man mit den Tüchern nicht an die Augen das Pferdes kommt.

Fliegeneier aus dem Fell entfernen

Wasser und Essig gegen Fliegeneier (am besten warm), trotzdem ist eine Wurmkur empfehlenswert. Alternativ: Schuss Obstessig im Trinkwasser, zielt auf Körpergeruch d. Pferdes ab. Täglich eine Knoblauchzehe füttern, ist aber nicht gut für die Verdauung. Auch eine Handvoll zerkleinerte Walnussblätter mit ner Fasche Obstessig 1 min. lang aufkochen und dem Pferd geben, kann helfen – allerdings kann sich das Fell leicht verfärben. Zuletzt ist eine Mischung aus 50 % starkem schwarzem Tee und 50 % Obstessig oftmals hilfreich.

Strahlfäule mit Hausmitteln behandeln

Bei Strahlfäule kann man sich auch Babypulver kaufen. Einfach auf den Huf innen auftragen. Das trocknet die Hufe aus. Noch ein Tipp: Anstatt teure mittel dagegen zu kaufen, nimmt man Wasserstoff-Peroxid und verteilt es mit einer Spritze im Huf innen. Besonders an den faulen stellen sollte es angewendet werden. Wenn es schäumt ist es nicht schlimm, denn es gehen damit nur die Bakterien raus.

Pickel in der Sattellage behandeln

Man kann die großen Pickel auch mit Kortison unterspritzen lassen oder mit einer Kortisonsalbe behandeln, wenn sie nicht weggehen. Zuerst kann man jedoch versuchen, die Stellen mit einer Mischung 1/1 aus Wasser und Spiritus auszuwaschen. Ansonsten einfach Teebaumöl aus der Apotheke holen und mit einer Basiscreme vermischen, oder einfach etwas verdünnen, z.B.mit Wasser, und dann die betroffenen Stellen damit einreiben. Nach einigen Tagen wird sich etwas krustenähnliches bilden, das aber dann leicht aus dem Fell zu bürsten ist. Kruste weg: Pickel und Beule weg, oder zumindest wesentlich kleiner.

Fliegenspray für Pferde selbst mischen

Man nimmt ca. 1-2 Tassen Essigessenz und mischt es mit 5 Esslöffeln Zitronensaft und 2 Knoblauchzehen (in einer Presse oder anders zermahlt). Dann gibt man noch 1 Tasse schwarzen Tee hinzu. Nun alles ordentlich miteinander verquirlen und 2 – 3 Tage stehen lassen. Es stinkt sehr aber hat eine mindestens 3-4 stündige oder längere Wirkung. Man kann auch noch Teebaumöl, Nelkenöl oder andere ätherische Öle dazu geben.

Pferd an neue Erfahrungen gewöhnen

Damit man im Gelände nie die Kontrolle verliert: nicht immer an den selben stellen galoppieren. Auch mal eine Galoppstrecke im Schritt oder Trab reiten, somit ist man immer derjenige, der die Geschwindigkeit kontrolliert. Auch immer mal wieder absteigen, Pausen machen, Grundlos umdrehen oder eine Volte reiten. So wird der Ausritt fürs Pferd nicht zur Routine. Wenn man immer das selbe macht, und dann auf einmal z.B. auf einem Weg wo man sonst immer galoppiert ist nicht galoppieren kann (anderer Reiter, Pferd krank und deshalb nur Schritt usw.) hat man sonst schnell ein Problem.

Pilz beim Pferd – Vorsicht ist geboten

Bei Pilzverdacht sollte ein Tierarzt hinzugezogen werden und eine Hautprobe ins Labor zur Pilzbestimmung geschickt werden. Sonst kann die Behandlung langwierig werden. Wenn das Fell bereits angegriffen ist und die Haut schuppig erscheint, hilft es, das Pferd zu scheren, um an die Haut zu kommen und nicht nur alles auf dem Fell zu verteilen. Mähne ab! Auch wenn es ungewohnt ist – der Pilz versteckt sich oft in der Mähne. Dann putzen, waschen und immer die Hände desinfizieren. Immer das Putzzeug für ein Pferd nutzen und nicht mit anderen „kurz“ mal austauschen. Alles waschen, was mit dem Pilz in Berührung gekommen ist. Im Extremfall oder um Wiederholungen zu vermeiden, kann der Tierarzt eine Impfung vorschlagen. Vorsicht: Der Pilz kann ansteckend sein.

Rezept 1: Pferdeleckerlies selbst backen

500 g Haferflocken, 5 große Möhren, 1/8 l Maiskeimöl, 1/8 l Wasser, 200 g Zucker, 100 g Maisstärke, 2 Päckchen Vanillepulver, und für den Geschmack entweder etwas Anis oder getrocknete Pfefferminze. Kippen Sie dann die Haferflocken in eine Schüssel. Dann das Wasser mit der Maisstärke unbedingt klumpenfrei verrühren und zusammen mit dem Öl über die Haferflocken geben. Anschließend die geraspelten Möhren unterrühren. Zum Schluss den Zucker (wahlweise Honig), Vanillezucker und Geschmacksrichtung drunter geben und gut verrühren. Auf ein Backblech (mit Backpapier) die Masse geben und gleichmäßig verteilen. Bei 150°C etwa eine halbe Stunde backen. Danach noch warm in passende Stücke schneiden und wie Pferdebrot, auf der Fensterbank, Heizung oder ähnlichem trocknen.

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Rezept 2: Pferdeleckerlies selbst backen

Altes Brot oder Brötchen (dürfen aber nicht schimmeln) zerkleinern und dann mit Wasser oder ungesüßten Fruchtsäften aufweichen (aber nicht zu weich). Zu dem Brei kann man dann noch geraspelte Äpfel, Möhren, usw. fügen – je nach Geschmack! Im Sommer kann man dann auch Knoblauch mit dazu geben, das hilft ein wenig gegen Fliegen. Gesund ist das auf jeden Fall, aber nicht alle Pferde fressen diese Leckerlies mit Knoblauch. Anschließend kleine Apfelstücke zugeben und leicht backen. Nach dem backen noch ein, zwei Tage durchtrocknen lassen und schon sind die Pferdeleckerlies fertig.