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Pferd kaufen – der große Ratgeber – Teil 2

Pferd kaufen: Ratgeber Teil 2

Foto von Alexas_Fotos von Pixabay

Hat man sich die Möglichkeiten zur Unterbringung des Pferds und die Krankheitsgeschichte genau angesehen, so gibt es noch weitere Dinge unbedingt zu beachten. Von wem kauft man ein Pferd? Welche Ausbildung sollte dem Pferd zuteil werden? Welche Folgekosten können beim Pferd kaufen entstehen? In diesem Teil unseres Pferde Ratgebers zeigen wir, worauf Sie sich beim Pferd kaufen unbedingt einstellen sollten.

Dabei spielt auch das Alter des Pferds im Zeitpunkt der Anschaffung eine entscheidende Rolle. Daneben sollten die persönlichen – und natürlich die finanziellen – Verhältnisse des Pferdeherren nicht außen vor gelassen werden. Nur wenn man sich genügend Gedanken macht, kann der Kauf eines eigenen Pferdes nachhaltig Freude und Glück bringen.

Junges Pferd oder ausgewachsenes Pferd kaufen?

Wer gut genug reitet, oder über genügend Geld verfügt, dem Pferd eine professionelle Ausbildung angedeihen zu lassen, kauft sich am besten ein relativ junges Pferd von einem Züchter. Allerdings sollte man sich auch hier die Aufzucht-Methoden genau erläutern und zeigen lassen, denn auch hier gibt es noch schwarze Schafe, die nichts von artgerechter Haltung wissen wollen.

Wer lieber ein schon etwas gesetzteres Pferd mit solider Grundausbildung möchte, kann sich entweder in Reitschulen umsehen oder private Angebote in Erwägung ziehen. Aber auch bei Reitschulen muß man vorsichtig sein, sich genau umsehen, am besten über einen längeren Zeitraum, ob kein Schindluder mit den späteren Verkaufspferden im Reitunterricht getrieben wird.

Am besten ist es natürlich, wenn sich der Zufall ergibt und man die Möglichkeit hat, ein schon bekanntes Pferd zu kaufen, dessen Vorgeschichte und Eigenheiten man schon ein wenig kennt. 

Idealerweise sollte man sich ein Pferd kaufen, von dem man sicher weiß, daß es eine gesunde Aufzucht genießen konnte. Es sollte gut gefüttert worden sein und möglichst im Offenstall aber zumindest mit ganz viel Freilauf aufgewachsen sein. Viele Verschleißerkrankungen lassen sich durch eine gesunde Aufzucht vermeiden. Denn die Knochen, Bänder und Sehnen erhalten ihre Festigkeit und Widerstandskraft durch gutes Futter und viel Bewegung im Fohlen- und Jungpferdealter.

Die persönlichen Verhältnisse des Reiters

Weiter ist beim Pferdekauf zu bedenken, daß es auch für den Reiter der richtige Zeitpunkt sein sollte, sich sein Pferd anzuschaffen. Man bedenke, daß man eine riesige Verantwortung übernimmt, und das öft mehr als zwanzig Jahre lang, ja nach Alter des Pferds zum Kaufzeitpunkt.

Man beachte auch, daß der Kaufpreis eines Pferdes, auch wenn es sehr guter Abstammung ist, wohl verschwindend gering ist, im Vergleich zu den Folgekosten und auch die Zeit, die man braucht, um sich gewissenhaft um seinen Pflegling zu kümmern nicht zu vernachlässigen ist.

Stallmiete, Hufschmied, Tierarzt, Wurmkuren und Ausrüstung lassen ein ganz schönes Sümmchen zusammenkommen. Ein verantwortungsbewußter Pferdehalter wird wohl kaum an einem der Genannten Dinge sparen. Auch werden diese Kosten tendenziell steigen, denn je älter ein Pferd, desto krankheitsanfälliger wird es. Und was man durch schlechte Haltung einspart wird man hinterher durch den Tierarzt wieder los.

Wichtig: Vor dem Pferd kaufen viel nachdenken

Die Entscheidung, ein Pferd zu kaufen sollte sich jeder gut überlegen und sich damit Zeit lassen. Ein Reitanfänger, sollte sich nicht gleich in der ersten Euphorie ein Pferd anschaffen, auch wenn er es sich leisten kann. Er tut dem Pferd nichts gutes und sollte ersteinmal in Ruhe den sicheren, fachmännischen Umgang mit dem Pferd verinnerlichen und abwarten, ob er dauerhaft für die Reiterei geschaffen ist. Auch sollten Eltern von Teenies sich nicht vom Entzücken über ihr Töchterlein hinreißen lassen und dessen sehnlichsten Wunsch erfüllen.

Kinder entwickeln sich nicht gradlinig und mehr als die Hälfte der Jungreiter verliert das Interesse an den Pferden, sobald das andere Geschlecht interessant wird. Dabei spielt natürlich auch der Zeitfaktor eine Rolle. Spätestens bei Ausbildungsbeginn des Töchterleins stellt sich dann die Frage, was mit dem Pferd passieren soll.

Die Anschaffung des Pferdes sollte also gut überlegt sein. Nur wer genügend Verantwortungsbewusstsein hat und Zeit und Geld über Jahre hinweg investieren kann und will sollte den Schritt wagen.

We es sich gut überlegt und sich sicher ist, diese wunderbare Beziehung zu einem Pferd eingehen zu wollen, mit allen Konsequenzen, der wird auf dem Rücken seines Pferdes ein Stückchen Himmel auf Erden finden.


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